Das neue Tierarzneimittelgesetz und die Homöopathie

Am 24.06.2021 hat der Bundestag das Tierarzneimittelgesetz (kurz: TAMG) beschlossen; es tritt am 28.01.2022 in Kraft.

Für die Veterinärhomöopathie bedeutet das, dass Tierhalter, Tierheilpraktiker und alle, die nicht Tiermediziner sind, Tieren keine apothekenpflichtigen und frei verkäuflichen
Humanarzneimittel (z. B. homöopathische Globuli) ohne eine tierärztliche Verordnung und Behandlungsanweisung verabreichen dürfen. Im Klartext: Als Tierhalter, Tierheilpraktiker, Tierhomöopath, Landwirt, Züchter, etc. ist es mir ab dem 28.01.2022 nicht mehr erlaubt, homöopathische Arzneien, die nicht explizit für Tiere zugelassen sind, anzuwenden.

Diese Regelung betrifft übrigens nicht nur homöopathische Arzneimittel, die für die Anwendung am Menschen zugelassen sind, sondern auch weitere Humanarzneimittel wie z. B. pflanzliche Arzneimittel oder Blutegel.

Die Anwendung von Humanarzneimitteln – insbesondere Globuli, pflanzliche Humanarzneimittel oder Blutegel – durch Tierhalter, Tierheilpraktiker o. ä. ist zukünftig eine Ordnungswidrigkeit. Da es nur einzelne Tierärzte gibt, die über eine homöopathische Zusatzausbildung verfügen und auch nur wenige homöopathische Arzneimittel speziell für die Anwendung am Tier (ad us vet.) zugelassen sind, wird die Arbeit der Tierheilpraktiker ab 28.01.2022 deutlich erschwert.

Ich darf für eure Tiere zwar weiterhin eine homöopathische Anamnese durchführen und für euer Tier ein passendes homöopathisches Arzneimittel ausarbeiten – verabreichen darf ich das Arzneimittel allerdings dann nicht mehr (und ihr selbst im übrigen auch nicht). Ihr müsstet euch dann einen Tierarzt suchen, der eurem Tier dieses Mittel verschreibt und euch eine Behandlungsanweisung ausstellt. Bei bundesweit etwas mehr als 70 registrierten Tiermedizinern mit homöopathischer Zusatzausbildung keine leichte Aufgabe.

Wie läuft eigentlich eine Tierkommunikation ab?

Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Deshalb versuche ich hier mal eine Erklärung:

Ich führe Tierkommunikationen auf zwei unterschiedlichen Wegen durch – entweder direkt am Tier oder via Foto vom Tier. Grundsätzlich entscheidest du als TierbesitzerIn, welchen Weg wir gehen. Der zweite Weg – also die Tierkommunikation via Foto – empfiehlt sich, wenn wir weit auseinander wohnen, wenn dein Tier durch meine Anwesenheit gestresst wäre, wenn aufgrund äußerer Bedingungen ein Treffen nicht möglich ist (wie es z. B. im Corona-Lockdown der Fall war), wenn dein Tier entlaufen ist, in den meisten Notfällen oder wenn du es bereits gehen lassen musstest.

Der Verlauf der eigentlichen Tierkommunikation ist bei beiden Wegen fast gleich: In der Vorbereitung der Tierkommunikation überlegst du dir, welche Fragen oder Mitteilungen du für dein Tier hast; entweder hast du sie bei unserem Treffen dabei oder du schickst sie mir zusammen mit einem Foto von deinem Tier, wenn ich via Foto für dich und dein Tier kommuniziere. Je offener du die Fragen formulierst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du nicht nur ein „ja“ oder „nein“ als Antwort bekommst, sondern dass dein Tier ins Erzählen kommt. Bei Tieren, die Tierkommunikation noch nicht kennen, empfehle ich, höchstens 5 bis 7 Fragen / Mittteilungen zu formulieren, um dein Tier nicht zu überfordern.

Zu Beginn der Kommunikation nehme ich Kontakt zu deinem Tier auf, konzentriere mich auf dein Tier, verbinde mich mit ihm (stelle sozusagen meinen Kopf aus und mein Gefühl und meine Intuition an). Von außen sieht es dann so aus, als wenn ich in Gedanken versunken bin – oftmals nehme ich dann außer deinem Tier und dir nichts und niemanden mehr wahr. Deinem Tier merkst du manchmal gar nicht an, dass wir kommunizieren – einige Tiere wirken aber auch abwesend oder konzentriert (das ist von Tier zu Tier unterschiedlich). Zuerst stelle ich mich dem Tier vor, erkläre, wer ich bin, was passieren wird und wer mich beauftragt hat. Hierbei ist es mir wichtig, dass du auch wirklich der oder die TierbesitzerIn bist bzw. du vom Besitzer oder der Besitzerin die Erlaubnis für die Kommunikation erhalten hast, denn es könnten ja Themen zur Sprache kommen, die evtl. auch die Beziehung zwischen Tier und BesitzerIn betreffen.

Dann bitte ich dein Tier um Einverständnis für die Kommunikation. Die meisten Tiere sind neugierig auf die Kommunikation, manche sind auch etwas kritisch oder unsicher, aber bisher hat mir noch kein Tier die Einverständnis verweigert. Sollte dies doch einmal der Fall sein, starte ich zu einem späteren Zeitpunkt einen weiteren Versuch. Habe ich das Einverständnis erhalten, erzähle ich dem Tier zunächst in groben Zügen, was du von ihm wissen möchtest und worüber wir sprechen werden. Manche Tiere fangen dann sofort an zu erzählen, manche möchte deine Fragen und Mitteilungen einzeln, nach und nach beantworten, manche antworten kurz und knapp, andere sind Vielredner. Als Anworten bekomme ich vom Tier Bilder und Worte übermittelt, oft auch Gefühle, seltener Gerüche und Geräusche. Kommunizere ich vor Ort, mache ich zwischendurch eine Pause, erzähle dir, was dein Tier gesagt hat und gebe dir so die Möglichkeit, noch einmal nachzufragen, wenn eine deiner Fragen für dich noch nicht schlüssig oder vollständig beantwortet ist. Bei der Kommunikation via Foto schreibe ich die Antworten deines Tieres mit und schicke dir nach Abschluss der Kommunikation entweder eine schriftliche Dokumentation oder eine Sprachnachricht – je nachdem, was du möchtest. Sollten deine Fragen damit noch nicht vollständig beantwortet sein, meldest du dich einfach noch einmal bei mir und ich frage bei deinem Tier noch einmal nach. Für mich endet eine Tierkommunikation (fast) immer mit der Frage, ob dein Tier dir noch etwas sagen möchte, noch eine Mitteilung für dich hat, die nicht Teil unseres Gespräches war. Danach bedanke ich mich beim Tier und beende die Kommunikation.

Wenn du noch Fragen zu einer Tierkommunikation hast, melde dich gerne über WhatsApp, übers Kontaktformular, über Facebook oder Instagram – ich freue mich auf deine Nachricht.

Mein Tier hat sich verletzt – welche Globuli helfen?

Als klassische Homöopathin stehe ich grundsätzlich dafür, ein homöopathisches Arzneimittel individuell für jedes Tier und dessen Beschwerden auszuwählen. Und dennoch gibt es akute Situationen, da ruft man nicht direkt den Tierhomöopathen oder Tierheilpraktiker an, sondern greift selbst in die Stall- oder Hausapotheke. Wichtig ist, dass man sich bei dem Griff in die homöopathische Tierapotheke darüber im Klaren ist, dass homöopathische Globuli nicht in jedem Fall bei jedem Tier helfen und dass man mit seinem Griff auch mal daneben liegen kann. Deshalb ist es umso wichtiger, als homöopathischer Laie die Finger von Hoch- und Tiefpotenzen zu lassen – die schaden im Akutfall in der Regel ohnehin mehr als sie helfen. Welche homöopathischen Globuli gehören denn nun in die Tierapotheke?

In meiner privaten Tierapotheke befinden sich unter der Rubrik „Verletzungen“ folgende Globuli:

  • Apis mellifica verwende ich u. a. bei Bienen-, Bremsen- und anderen Insektenstichen.
  • Arnica setze ich bei Verletzungen (fast) aller Art ein; auch bei Zerrungen, Muskelfaserrissen, etc.
  • Arsenicum album wende ich z. B. bei Stichen und Bissen mit Gifteinwirkung an (insbesondere dann, wenn das Tier schnell an Kräften zu verlieren scheint).
  • Calendula – hier habe ich z. B. bei Zickzack- und Risswunden, Wunden durch Stacheldraht, geburtsbedingten Rissen, Brandwunden und nach Zahnextraktionen gute Erfahrungen gemacht.
  • Cantharis setze ich bei Verbrennungen sowie bei Bissen von Spinnen und Ameisen ein.
  • Hamamelis ist mein Ersthelfer bei großflächigen Schürfwunden und bei Verletzungen mit lang andauernden Blutungen, z. B. nach Zahnextraktionen oder während und nach Geburten.
  • Hypericum wende ich an bei Nervenverletzungen, bei Erschütterungen der Wirbelsäule, bei eingeklemmten Körperteilen oder bei spitzen Verletzungen nervenreicher Körperteile. Hypericum darf auf keinen Fall vor Operationen angewendet werden und nach der Einnahme von Hypericum sollte sich das Tier 2 Stunden lang möglichst wenig bewegen.
  • Ledum ist meine erste Wahl bei spitzen, tiefen Verletzungen, z. B. durch Splitter, Nadeln oder Nägel oder nach Bissen von Katzen oder Ratten.
  • Rhus tox wähle ich bei Verrenkungen, Stauchungen, Zerrungen – insbesondere wenn Gelenke, Muskeln und Sehnen betroffen sind, während ich
  • Ruta graveolens anwende, wenn Beugesehnen oder die Knochenhaut betroffen sind.
  • Staphysagria kommt bei Schnittverletzungen und nach Operationen zum Einsatz.
  • Symphytum verabreiche ich bei Knochenbrüchen.

Anmerkung: Dieser Blogbeitrag zeigt nur einen Überblick und ersetzt auf keinen Fall eine gründliche Anamnese und Behandlung durch einen Tierhomöopathen, Tierheilpraktiker oder Tierarzt. Bitte nimm daher bei Unklarheiten und Unsicherheit immer erst Kontakt zu deinem Tierhomöopathen, Tierheilpraktiker oder Tierarzt auf. Bedenke bitte außerdem, dass viele Stoffe, die in der Homöopathie Anwendung finden, in ihrem Urzustand giftig sind und daher auf keinen Fall als Reinsubstanz angewendet werden dürfen.

Keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit!

Wo bekomme ich einen Hundewelpen her?

Ist die Entscheidung für einen Hundewelpen erst einmal getroffen und besteht Klarheit darüber, welche Hunderasse zum Besitzer bzw. in die Familie passt, stellt sich direkt die nächste Frage: Wo bekommen wir „unseren“ Hund her? Soll es ein Rassehund sein, denkt man natürlich erst einmal direkt an den Züchter. Wer den Tierschutz unterstützen möchte, erkundigt sich vielleicht auch einmal bei den Tierheimen in der näheren Umgebung, ob nicht ein Welpe der gewünschten Rasse dort auf ein neues Zuhause wartet.

Ist dies nicht der Fall, besteht die nächste Herausforderung darin, einen seriösen Hundezüchter von einem sogenannten „Vermehrer“ zu unterscheiden. Am besten lässt sich bei einem Besuch des Züchters feststellen, ob die Hundemutter und die Welpen ausreichend Pflege, Futter und Fürsorge erhalten. Ich persönlich rate dringend davon ab, einen Rassehund über einen Händler oder über das Internet zu erwerben, ohne sich vorher persönlich davon zu überzeugen, wo und unter welchen Bedingungen der Welpe aufgewachsen ist. Nicht selten sind Welpen vom Händler oder aus dem Internet schlecht bis gar nicht sozialisiert, deutlich zu früh von der Hundemutter getrennt oder sogar krank. Ein seriöser Züchter hingegen ist selbst interessiert daran, den potentiellen Welpenkäufer kennen zu lernen und lädt Interessenten daher gerne ein, die Elterntiere, die Wurfgeschwister und die Aufzuchtbedingungen kennen zu lernen. Im besten Fall haben die Welpen Rudel- und Familienanschluss und damit engen Kontakt zum Züchter. Die Welpen werden mit alltäglichen Dingen wie Halsband und Leine, Auto fahren, Laufen auf unterschiedlichen Untergründen, verschiedenen Gerüchen und Geräuschen (Staubsauger, etc.) vertraut gemacht und lernen neben dem Züchter auch verschiedene andere Menschen kennen. Seriöse Züchter bleiben auch bei kritischen Fragen ruhig und sachlich, z. B. bei der Frage, wie häufig die Hündin gedeckt wird oder ob in der Zuchtlinie Erbkrankheiten bestehen. Sie zeigen Zuchtpapiere und Impfausweise mit gültigen Impfungen vor und geben die Welpen erst nach der 8. Lebenswoche (geimpft und gechipt) ab. Außerdem stehen sie auch nach dem Kauf für Fragen oder in Problemfällen zur Verfügung.

Als wir unseren Welpen ausgesucht hatten, hat uns die Züchterin sogar Gelegenheit gegeben, „unseren“ Welpen ein paar Mal zu besuchen bevor er bei uns einzog. So konnten wir einander kennen lernen und der Abschied von Mama und den Wurfgeschwistern fiel nicht mehr ganz so schwer.

„Dann gib‘ doch einfach ein paar Kügelchen.“

Von Wirkungen und Nebenwirkungen der Homöopathie

Kennst du das auch? Dein Tier zeigt leichte Krankheitssymptome – vielleicht ein bisschen Fieber, leichten Durchfall oder ähnliches – es ist Wochenende oder Mittwoch Nachmittag und du möchtest mit den Symptomen nicht zum tierärztlichen Notdienst. Aber so ganz ohne Medikamente möchtest du eben auch nicht…..

In dieser Situation höre ich dann oft den Satz: „Dann habe ich einfach ein paar Globuli gegeben. Die schaden ja nicht und bei meiner Stallkollegin / Gassipartnerin / Katzensitterin haben die auch geholfen.“ Das ist auf jeden Fall gut gemeint, stimmt so aber leider nicht. Richtig ist, dass homöopathische Medikamente zum allergrößten Teil aus natürlichen Stoffen (Pflanzen, Mineralien, tierischen Ausgangsstoffen) hergestellt werden und den Organismus daher weniger belasten. Viele dieser Ausgangsstoffe sind jedoch mehr oder weniger giftig, wie z. B. Arsen (Arsenicum), die Tollkirsche (Belladonna) oder der Eisenhut (Aconitum) und können bei unsachgemäßer Anwendung oder falscher Dosierung mehr schaden als helfen. Es stimmt auch nicht, dass homöopathische Medikamente nebenwirkungsfrei sind. Unpassend ausgewählt oder nicht angemessen dosiert, können auch Globuli Nebenwirkungen haben – sie helfen dann nicht oder verursachen zusätzliche Krankheitssymptome, die vorher nicht da waren. Aufpassen solltest du auch, wenn du mehrere unterschiedliche homöopathische Medikamente gleichzeitig oder nacheinander gibst: Nicht alle Homöopathika „vertragen“ sich miteinander. Einige heben sich in ihrer Wirkung gegenseitig auf, andere verursachen in Kombination zusätzliche Krankheitssymptome oder verschlimmern die bereits vorhandenen Symptome. Dann heißt es leider oft: „Homöopathie taugt nichts.“ Dabei taugte nur die Mittelauswahl und/oder -dosierung nichts. Denn „viel hilft viel“ ist auch bei der Homöopathie ein schlechter Rat.

Zum Schluß noch etwas, was mir persönlich sehr wichtig ist: Die Homöopathie arbeitet auf einer ganz anderen Basis als die Schulmedizin. Der Schulmediziner verordnet gegen ein bestimmtes Symptom (z. B. Schmerzen) einen bestimmten Wirkstoff (z. B. Ibu); dieser Wirkstoff hilft auch bei den meisten Patienten. Dies funktioniert in der klassischen Homöopathie nicht – mit Ausnahme einiger ganz weniger Substanzen, wie z. B. Arnica. Der Homöopath schaut in erster Linie auf den Patienten als Individuum, auf außergewöhnliche, besondere und charakteristische Merkmale und Symptome, auf den (vermuteten) Krankheitsauslöser und auf Faktoren, die die Symptome verbessern oder verschlechtern. Aus diesem Gesamtbild wird dann das für den individuellen Patienten in seiner momentanen gesundheitlichen Verfassung passende Mittel herausgearbeitet – dabei sind die Krankheitssymptome nur ein Puzzleteil unter vielen. Deswegen helfen die Globuli, die dem Pferd deiner Stallkollegin / dem Hund deines Gassipartners oder einer anderen Katze geholfen haben, deinem Tier eben oftmals nicht.

Die Frau hinter der Seite

Schon öfter wurde ich gefragt, wer eigentlich hinter „Wege gemeinsam gehen“ steht und wie ich zu meiner Arbeit mit Tieren und ihren Menschen gekommen bin.

Zunächst einmal die basics: Yvonne, Jahrgang 1968, verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, Oma eines süßen Babymädchens, Küstenkind, Naturliebhaberin, Tiernärrin, Organisationstalent, Nordlicht, Reiterin, Tänzerin, Hörbuchhörerin, Latte macchiato-Junkie, Schokoholic, Dackelverwöherin, Haflingermom im Herzen, Spaziergängerin, WoMo-Fan und noch so einiges mehr…

Dann ein bisschen was zu meiner vita: Nach dem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert und danach ein Jahr als Personalsekretärin und -assistentin in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Da der interne NC für meinen damaligen Traumstudiengang (BWL mit Touristik als Hauptfach) deutlich unter 2,0 lag, holte ich mir auf der Suche nach Alternativen einen Beratungstermin beim Arbeitsamt. Offensichtlich war der Arbeitsberater gut im Bereich Selbstmarketing, jedenfalls war ich kurz danach Anwärterin für den gehobenen Dienst beim damaligen Arbeitsamt und gleichzeitig Studentin der Verwaltungswirtschaft. Nach Abschluss des Studiums bin ich 20 Jahre in verschiedenen Abteilungen und Teams der Agentur für Arbeit unterwegs gewesen, bevor ich Lust auf berufliche Veränderung hatte und mich in die Gemeindeverwaltung versetzen ließ. 5 Jahre lang habe ich dort den Bereich Kinder, Jugend, Schule, Sport und Brandschutz betreut, dann wurde der Wunsch, beruflich noch einmal etwas ganz anderes zu machen immer größer und stärker. Also habe ich all‘ meinen Mut zusammengenommen und um meine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis gebeten. Von „mutige Entscheidung“ bis „du bist ja nicht ganz klar“ waren alle Reaktionen auf meinen Entschluss dabei. Nach Ende meiner Beamtenlaufbahn habe ich mir erst einmal drei Monate Sabbat gegönnt, um zu resetten, mich neu zu orientieren und zu sortieren. In dieser Zeit sind mein Mann und ich viel gereist – wundervolle Erlebnisse im November im Wohnmobil an der mecklenburgischen Ostseeküste brachte ich mit nach Hause – und eine Entscheidung: Auf meinen kilometerlangen Spaziergängen in der ruhigen mecklenburgischen Boddenlandschaft reifte mein Entschluss, noch einmal zu studieren. Schnell war klar, dass es „etwas mit Tieren“ sein sollte und da ich mich zwischen Veterinärhomöopathie und Tierpsychologie nicht entscheiden konnte, meldete ich mich für beide Studiengänge an. Diese beiden Studiengänge ergänzen meine bereits vorhandene Ausbildungen zur Tierkommunikatorin, zur Supervisorin mit Aufstellungsarbeit, im Bereich Reiki und in der Raindrop-Technique® für Tiere perfekt. Da ich zu Beginn des Studiums gemerkt habe, dass ich so ganz ohne Büroarbeit nicht kann (und auch nicht möchte), arbeite ich parallel in Teilzeit als Vorzimmerdrachen und Bürofee in einer Holding.

Wie läuft eine Tierhalterberatung eigentlich ab?

Tierhalter nehmen in der Regel Kontakt zu mir auf und wünschen sich eine Beratung, weil ihr Tier ein Verhalten zeigt, dass vom Tierhalter als problematisch empfunden wird, z. B. der Hund zieht immer an der Leine, der Hamster rupft sich Fell aus, das Pferd lässt sich nicht aufhalftern. Der Tierhalter möchte dieses Thema nicht durch eine Tierkommunikation oder auf andere Weise klären, sondern eben im Rahmen einer Tierhalterberatung.

Zunächst lasse ich mir dann am Telefon oder über eine Sprachnachricht kurz das Problem schildern, um einen ersten Eindruck davon zu bekommen und um einschätzen zu können, ob ich mit meinen Kenntnissen und Fähigkeiten helfen kann. Ist dies der Fall, klären wir ab, was du von mir erwartest und was für dich das Ziel meiner Beratung ist – davon hängen Art und Weise, Dauer und Kosten unserer Zusammenarbeit ab. Haben wir die Rahmenbedingungen geklärt, sende ich dir zunächst einen Anamnesebogen zu. Wenn du dir ein Bild machen möchtest, wie so ein Anamnesebogen aussieht, schau dir gerne den Anamnesebogen für die Katze an.

Du hast die Möglichkeit, den Anamnesebogen schriftlich oder als Sprachnachricht zu beantworten. Nachdem ich die Antworten von dir zurück erhalten habe, werte ich sie aus, vereinbare einen Haus- oder Stallbesuch mir dir und bereite mich auf den Besuch vor. Der Besuch gibt mir – ergänzend zu deinen Antworten im Anamnesebogen – einen Eindruck vom Lebensumfeld deines Tieres und davon, wie ihr mit einander umgeht. Außerdem haben wir beide die Gelegenheit, deine Antworten im Anamnesebogen noch zu ergänzen. Nach dem Besuch bei dir und deinem Tier erstelle ich in der Nacharbeit einen Trainings- bzw. Therapieplan, der eure „Hausaufgaben“ enthält. Diesen Plan schicke ich dir zu und mache dir einen Terminvorschlag für ein Follow-Up-Telefonat. In diesem Telefonat besprechen wir, wie ihr mit den Hausaufgaben zurecht kommt, ob etwas verändert oder angepasst werden muss und was sich beim Tier verändert hat. Natürlich kannst du dich bei Fragen und Problemen auch jederzeit zwischendurch bei mir melden oder wir vereinbaren ein weiteres Follow-Up-Telefonat.

%d Bloggern gefällt das: