Mein Tier hat sich verletzt – welche Globuli helfen?

Als klassische Homöopathin stehe ich grundsätzlich dafür, ein homöopathisches Arzneimittel individuell für jedes Tier und dessen Beschwerden auszuwählen. Und dennoch gibt es akute Situationen, da ruft man nicht direkt den Tierhomöopathen oder Tierheilpraktiker an, sondern greift selbst in die Stall- oder Hausapotheke. Wichtig ist, dass man sich bei dem Griff in die homöopathische Tierapotheke darüber im Klaren ist, dass homöopathische Globuli nicht in jedem Fall bei jedem Tier helfen und dass man mit seinem Griff auch mal daneben liegen kann. Deshalb ist es umso wichtiger, als homöopathischer Laie die Finger von Hoch- und Tiefpotenzen zu lassen – die schaden im Akutfall in der Regel ohnehin mehr als sie helfen. Welche homöopathischen Globuli gehören denn nun in die Tierapotheke?

In meiner privaten Tierapotheke befinden sich unter der Rubrik „Verletzungen“ folgende Globuli:

  • Apis mellifica verwende ich u. a. bei Bienen-, Bremsen- und anderen Insektenstichen.
  • Arnica setze ich bei Verletzungen (fast) aller Art ein; auch bei Zerrungen, Muskelfaserrissen, etc.
  • Arsenicum album wende ich z. B. bei Stichen und Bissen mit Gifteinwirkung an (insbesondere dann, wenn das Tier schnell an Kräften zu verlieren scheint).
  • Calendula – hier habe ich z. B. bei Zickzack- und Risswunden, Wunden durch Stacheldraht, geburtsbedingten Rissen, Brandwunden und nach Zahnextraktionen gute Erfahrungen gemacht.
  • Cantharis setze ich bei Verbrennungen sowie bei Bissen von Spinnen und Ameisen ein.
  • Hamamelis ist mein Ersthelfer bei großflächigen Schürfwunden und bei Verletzungen mit lang andauernden Blutungen, z. B. nach Zahnextraktionen oder während und nach Geburten.
  • Hypericum wende ich an bei Nervenverletzungen, bei Erschütterungen der Wirbelsäule, bei eingeklemmten Körperteilen oder bei spitzen Verletzungen nervenreicher Körperteile. Hypericum darf auf keinen Fall vor Operationen angewendet werden und nach der Einnahme von Hypericum sollte sich das Tier 2 Stunden lang möglichst wenig bewegen.
  • Ledum ist meine erste Wahl bei spitzen, tiefen Verletzungen, z. B. durch Splitter, Nadeln oder Nägel oder nach Bissen von Katzen oder Ratten.
  • Rhus tox wähle ich bei Verrenkungen, Stauchungen, Zerrungen – insbesondere wenn Gelenke, Muskeln und Sehnen betroffen sind, während ich
  • Ruta graveolens anwende, wenn Beugesehnen oder die Knochenhaut betroffen sind.
  • Staphysagria kommt bei Schnittverletzungen und nach Operationen zum Einsatz.
  • Symphytum verabreiche ich bei Knochenbrüchen.

Anmerkung: Dieser Blogbeitrag zeigt nur einen Überblick und ersetzt auf keinen Fall eine gründliche Anamnese und Behandlung durch einen Tierhomöopathen, Tierheilpraktiker oder Tierarzt. Bitte nimm daher bei Unklarheiten und Unsicherheit immer erst Kontakt zu deinem Tierhomöopathen, Tierheilpraktiker oder Tierarzt auf. Bedenke bitte außerdem, dass viele Stoffe, die in der Homöopathie Anwendung finden, in ihrem Urzustand giftig sind und daher auf keinen Fall als Reinsubstanz angewendet werden dürfen.

Keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit!

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